BILLABONG Pro Rio ( Finals Bericht )

Geschrieben von  //  20. Mai 2012  // Rubrik: Aktuell, Contests  //  1 Kommentar

BILLABONG Pro Rio ( Finals Bericht )

 

Rio de Janeiro,

Kelly Slater hat es kommen sehen. Er hat es sogar vorhergesagt: Anfang 2012 gratulierte Slats via Twitter keinem anderen als John (John) Florence zum ersten World Tour Win. 5 Monate und 3 Contests später beweist Double-John, dass er in der Elite angekommen ist: Er freesurft sich mühe- und schwerelos zum ersten Platz des Billabong Rio Pro und ist damit der erste Hawaiianer seit A.I., der ein WT-Event gewinnt.

Pünktlich zum Finale kündigt sich eine leichte Onshore-Brise an und mit den Fahnen dreht sich auch Joel Parkinsons Favoritenstatus: Für John John bringt auflandiger Wind abartige Airs – Für den in die Jahre gekommenen Parko bringt das einen fetten Nachteil. Trotz aller Erfahrung, 10 Tour Siegen und des flüssigen Powersurfens vom Tourveteranen, ist man sich an der Wasserkante sicher, dass sich Florence aus den Close-Out Rampen direkt auf’s oberste Treppchen katapultieren wird. Es dauert keine 90 Sekunden, da passiert genau dies: John (x2) visiert eine linke Close-Out Section an und lässt ihr keine Chance. Sein patentierter backside Air 540 wird mit einer 9.1 belohnt. Keine 5 Minuten später findet der Hawaiianer zwischen den schwabbeligen Onshore-Walzen eine kleine Barrel, windet sich irgendwie heraus und halbiert die Endsection mit einem wütenden Carve. Die Judges spendieren John eine 7.27 und seinem australischen Gegner einen Aufenthalt im Combo-Land. Die folgenden 28 Minuten dümpeln so dahin und keiner der beiden bringt noch etwas wirklich Zählbares zustande. Florence gewinnt den Rio Pro und klettert damit auf Rang 6.

“This helps my confidence so much,” gab John danach zu. “I have a lot of confidence going into events with barreling waves like Pipe. Obviously I have a lot of confidence in barrels from my experience at Pipe, but coming here, I wasn’t expecting a big result. I was just hoping to make a few heats.”

 

Mit diesem Sieg hat er bewiesen, dass er nicht nur einer der besten Tube-Rider des Planeten ist, sondern auch über den Wellen die Lufthoheit für sich beanspruchen kann. Jede nur erdenkliche Air-Variation wird mit beängstigender Konstanz gestanden – mit Contest-Lycra oder ohne. Die ,,3-to-the-beach‘‘-Tage gehören damit offiziell der Vergangenheit an. Für Florence, Medina, Wilson und Co heißt es vom Take-Off bis zum Close-Out ,,Alles oder Nichts‘‘.

 

Obwohl die Wellen nicht die allerbesten waren, hätte der Rio Pro für die Tour dieses Jahr nicht besser laufen können. Nachdem es die letzten 2 Jahre eher darum ging wann der Titel gewonnen wird und nicht von wem, wird das Titelrennen 2012 endlich mal wieder spannend. Schafft es Parkinson (nach diesem Event die neue Nr.1) seine Weltmeister-Kampagne verletzungsfrei zu Ende zu bringen und wenn ja, reicht das auch für den längst überfälligen Titel? Oder findet Vize-Taj seinen Zen-Punkt und die nötige Konstanz? Vielleicht meldet sich auch Mick wieder zurück. Andererseits ist 11 eine ungerade Zahl und Kelly hat sicherlich noch einen Platz frei in seiner riesigen Pokal-Vitrine.

Die nächsten 2 Events sind jedenfalls Fiji und Teahupoo. Fiese barrelnde Riff-Spots, genau nach John John‘s Geschmack… Ist es also zu früh den Tour-Frischling zu den engeren Titelanwärtern zu zählen?

Man darf gespannt sein!

 

Text: Jan Blaffert

Bilder: www.aspworldtour.com

 

BILLABONG RIO PRO FINAL:
1 –
 John John Florence (HAW) 16.37
2 – Joel Parkinson (AUS) 11.44

BILLABONG RIO PRO SEMIFINALS RESULTS:
SF 1: 
Joel Parkinson (AUS) 15.83 def. Mick Fanning (AUS) 15.00
SF 2: John John Florence (HAW) 17.94 def. Josh Kerr (AUS) 11.86

BILLABONG RIO PRO QUARTERFINAL RESULTS:
QF 1: 
Joel Parkinson (AUS) 13.90 def. Tiago Pires (PRT) 12.60
QF 2: Mick Fanning (AUS) 16.57 def. Alejo Muniz (BRA) 5.90
QF 3: John John Florence (HAW) 14.94 def. Julian Wilson (AUS) 9.43
QF 4: Josh Kerr (AUS) 15.84 def. Adriano de Souza (BRA) 14.27

Current ASP WCT Top 10 (After Billabong Rio Pro):
1.
 Joel Parkinson (AUS) 19700 pts
2. Mick Fanning (AUS) 18250 pts
3. Josh Kerr (AUS) 18200 pts
4. Adriano de Souza (BRA) 17200 pts
5. Taj Burrow (AUS) 15750 pts
6. John John Florence (HAW) 15750 pts
7. Jordy Smith (ZAF) 15700 pts
8. Kelly Slater (USA) 13700 pts
9. Jeremy Flores (FRA) 12250 pts
10. Owen Wright (AUS) 12150 pts

 

 

Ein Kommentar zu "BILLABONG Pro Rio ( Finals Bericht )"

  1. Wolfgang Greite 21. Mai 2012 um 23:33 · Antworten

    Was für ein hammergeiler Bericht! Langsam werde ich ein Fan dieses Surfrastellis!
    Toll, dass Ihr ihn im Boot habt!
    Freu mich schon auf den nächsten Bericht!

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